Bei der Post wurde am 17. September der Briefverkehr wieder
eingeführt; es durften im französisch besetzten Gebiet wieder geschlossene
Briefe aufgegeben werden.
Speyer am Kriegsende 1945: Anhand einer im Stadtarchiv Speyer vorliegenden Quelle wird ab sofort ein Einblick in die Zeit unmittelbar nach Ende des 2. Weltkriegs in Speyer gegeben: Bericht (März 1945 bis Mitte 1946) von Dr. Richard Mandler (Stadtarchiv Speyer, Bestand 191-2, Nr. 303). Es bloggen für das Stadtarchiv: Ellen Grünenwald/Kim Harmel (03-04, 2014); Michaela Hayer (05-08, 2014); Doreen Kelimes/Christian Hellmann (09-12, 2014); Doreen Kelimes (ab Januar 2015).
Mittwoch, 17. September 2014
Dienstag, 16. September 2014
16. September 1945: Neubildung des Orchesters
Am 16. September trat unter der Leitung des Konzertmeisters
Günther Weigmann das neugebildete „Grosse Symphonische Orchester Speyer“ mit
einem ersten Konzertabend vor die zivile Öffentlichkeit. EWs wurde im Februar
1946 ausgebaut und als „Symphonisches Orchester der Stadt Speyer“ eine
Unterabteilung des Verkehrsvereins.
Sonntag, 14. September 2014
14. September 1945: Viehzählung
Sonntag, 7. September 2014
7. September 1945: Brennholz
Der Aufruf vom 7. September 1945 wurde an alle männlichen Einwohner der Stadt Speyer im Alter von 16 bis 60 Jahren gerichtet. Um die Versorgung der Bevölkerung mit Brennholz für den Winterbedarf sicher zustellen, sind dringende Sofortmaßnahmen notwendig.
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| Aufruf des Oberbürgermeisters Leiling, Stadtarchiv Speyer, 237-2, Nr. 63. |
Freitag, 5. September 2014
5. September 1945: Lebensmittelpreise
Mit der Bekanntmachung vom 5. September 1945 wird vom Landrat im Auftrage der Militärregierung festgelegt, dass die Preise aller Artikel und Lebensmittel, die Gegenstand kaufmännischer oder nicht kaufmännischer Transaktionen sind, ausschließlich mit Reichsmark auszuzeichnen sind.
| Amtliche Bekanntmachung im Auftrage der Militärregierung, | |||||||
| Stadtarchiv Speyer, 237-2, Nr. 62 |
Donnerstag, 4. September 2014
1. September 1945: Postkarten und Gasbezug
Im September rührte sich endlich einiges Leben. Zwar waren
immer noch keine Geschäfte, ausser den Lebensmittelgeschäften, geöffnet. In den
anderen konnte man nur von hintenherum vorsprechen, um zu erfahren, dass nichts
da sei. Aber am 1. September wurde im Gebiet Pfalz-Rheinhessen der „beschränkte
zivile Postverkehr“ zugelassen. Es durften zunächst nur Postkarten mit
10 Zeilen Text geschrieben werden. Ein Postschalter war geöffnet. Drei Tage
später wurde der beschränkte zivile Postverkehr auf die Gebiete Saarbrücken,
Koblenz und Trier ausgedehnt. Der Gasbezug
wurde derart geregelt, dass täglich 1 ¾ Stunde mittags und 1 ¼ Stunde abends
Gas abgegeben wurde. Jeder 4. Tag war Sperrtag. Für die Metzger und Bäcker gab
es Kohle, auch für einige Betriebe und Anstalten. Nicht aber für
Private, ausser Besatzungsangehörigen. Am 10. September wurde das Postscheckamt
Ludwigshafen wieder eröffnet.
Sonntag, 24. August 2014
24. August 1945: Registrierung (und Beschlagnahmung) von Fahrrädern
Das Tagebuch führt dazu aus: Ende August waren alle Räder im Hof der Rossmarktschule vorzuführen
und registrieren zu lassen, wobei 300 Fahrräder beschlagnahmt wurden. Eine
einschneidende Maßnahme, die, wie verlautete, einem Auftrag der Besatzung
entsprach. Die Räder sollten angeblich für Bergarbeiter in Frankreich bestimmt
sein. Der Kreis Speyer hatte eine ähnliche Auflage zu erfüllen.
Der hierzu passende zweisprachige Anschlag datiert vom 24. August 1945 (Stadtarchiv Speyer, Bestand 237-2 Nr. 58):
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